Posts mit dem Label Kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Dezember 2010

Neue Bauten, schlechte Kultur


Mal wieder ein längerer Bericht von mir, der die kulturellen Seiten von Pécs beleuchtet. Pécs ist ja bekannt für Zsolnay, diese spezielle Keramik, die sehr säureresistent und farbintensiv ist. Dies wurde und wird in Pécs hergestellt, aber viele der ehemaligen Fabrikhallen stehen inzwischen leer. Zum Kulturhauptstadtjahr sollte daraus nun ein Kulturviertel werden, wie so vieles ist das aber noch nicht fertig (wir haben Dezember...). Trotzdem bin ich gestern da hin gefahren, habe aber nicht so richtig gefunden was ich gesucht habe. Ich muss wohl nochmal genauer recherchieren, von welcher Seite man da am besten rangeht. Es wurde überall fleißig gebaut und immerhin eine neue Brücke habe ich gefunden und sogleich fotografiert. Quasi zwischen Zsolnay-Fabrik und dem neu gebauten Science-Center (Bilder davon gabs schonmal, da war ich drin, als Katharina hier war) ist noch eine Konzerthalle entstanden. Mir ist der Bau ein wenig zu glatt und abweisend, aber an sich nicht uninteressant. Nächsten Donnerstag findet da ein Konzert statt, ich hoffe, dass ich das trotz diverser Hausarbeiten und Hausaufgaben schaffe, da hinzugehen.
Abends waren wir dann noch im Tanztheater. Uff, also, irgendwie.... supermodern, expressiv, körperbetont und leider für mich völlig unverständlich. Dummerweise musste man (Studiobühne) auch noch auf Podesten ohne Lehne sitzen, sodass ich danach auch noch völlig verspannt war. Und warum muss eigentlich immer alle Musik so laut sein? Als es losging hab ich gedacht, mir zerplatzt das Trommelfell. Sind denn alle anderen Menschen schwerhörig? Für mich ist das eher ein Zeichen dafür, dass die Macher Angst haben, man könnte auch nur eine Sekunde abschweifen vom Geschehen auf der Bühne. Deswegen macht man psychedelische Musik so laut dass... ja, dass ich gerne rausgehen würde! Also bei mir hat die Strategie keinen Erfolg! Aber gut, unter den vielen kulturellen Erlebnissen, die ich bis jetzt hatte, darf auch mal ein fauler Apfel dabei sein.
Heute ist schönes Wetter und ich werde mich mittags auf dem Weg zum Fernsehturm machen. Fotos gibts dann natürlich zu sehen. Und heute in zwei Wochen sitze ich mit meinen Eltern im Zug nach Hause. Sachen gibts...

Sonntag, 21. November 2010

Kultur und Party!

Gestern waren wir ja nun schließlich und endlich im Konzert. Stattgefunden hat es in "Kertvaros", die so genannte Gartenstadt im Süden von Pécs. Wer sich da jetzt was beschauliches vorstellt, hat sich getäuscht. Das einzig schöne da sind die deutschen Discounter.... Ansonsten ist das eine Ansammlung von Plattenbauten. Inmitten dieser findet man dann Kreisförmig angeordnet ein Gymnasium, eine Sporthalle und ein Kulturhaus, wo verschiedene kulturelle Sachen stattfinden.
Gestern eben dieses Konzert, was unter dem Motto "Hilfe - Klassische Musik!" stand und vor allem für Kinder und Jugendliche gedacht war. Deswegen war der Eintritt recht billig und es wurde nur diese Simfonie gespielt, die ja recht kurz ist mit ca. 40-45 min. Am Anfang gab es also die Einführung, in der das Orchester auch ab und an entscheidende Stücke angespielt habe. Schade, dass ich die Erklärungen nicht verstehen konnte und auch nichts übersetzt wurde, das hätte mich wirklich interessiert. Es gab auch Plätze hinter dem Orchester und ab und an sogar Stühle zwischen den Musikern, vor allem für die Kinder. Die Musiker waren alle normal gekleidet und das Licht ist auch während des Konzerts hell geblieben. Es war wirklich süß, die Kinder zu beobachten. Zwei Reihen vor uns saß ein kleiner Junge mit seinem Großvater - sooo niedlich, die beiden zu beobachten. Wie er seine riesigen Hände auf den Kopf des kleinen (vielleicht 4 oder max. 5 Jahre) gelegt hat... hach.
Nach der Einführung gabs dann eine kurze Pause und dann wurde die Sinfonie gespielt. Akustisch war das in diesem Raum nicht so einfach, ich fand alles ein wenig durchweg zu laut und zu wenig differenziert. Aber die Qualität des Orchesters würde ich generell als hoch bezeichnen, so rein vom Bauchgefühl. Während ich schreibe, höre ich mir gerade eine Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt an, und ich erkenne das Stück auf jeden Fall wieder... ;)
Mir hat der Anfang des zweiten Satzes am besten gefallen, wenn die Streichergruppen versetzt anfangen. Das hat echt nen Gänsehauteffekt. Und im vierten Satz hört man finde ich zum Teil auch die Neunte Sinfonie.
Als es vorbei war habe ich zu Hannah gesagt "Das kam mir vor wie 10 Minuten!" und sie dann "Mmmhhhh, wie spät ist es denn?" Ich dann die Uhrzeit gesagt, und sie dann "Ja, aber dann hat es ja viel länger gedauert!". Und das hat es ja auch. Aber auch ihr kam es nicht vor wie 40 Minuten. Einfach toll! Ich mag Beethoven.

Danach gabs dann das Kontrastprogramm. Da wir alle hungrig waren sind wir noch in die Stadt was essen gegangen, in so ein kleines Café, wo anscheinend jeden Abend eine Salsa-Party stattfindet. Da sind wir eine Weile geblieben, sind dann ins Wohnheim, haben da noch ein kleines Video für unsere Abschlusspräsentation nächsten Mittwoch gedreht und sind noch weg gegangen. Dementsprechend spät bin ich heute ins Bett gekommen und dementsprechend spät bin ich heute aufgestanden. Somit hab ich leider den Ausflug ins Thermalbad von Szigetvár verpasst, aber da ich mich in meinem Körper gerade eh nicht so wohl fühle... Dann bleib ich heute zu Hause und erledige meine diversen angefallenen Hausaufgaben. Einkaufen muss ich auch schon wieder. Das schöne Brot, dass ich bei dem besten Bäcker der Stadt gefunden hab (übersetzt: Tiroler Schwarzbrot - das ist mal was!!), war innerhalb von 2 Tagen aufgegessen...
Das Wetter wird hier langsam aber sicher sehr sehr ungemütlich und nass und kalt. Aber dann kommt man wenigstens ein bisschen in die Weihnachts-Winterstimmung. Sobald ich das erste Mal das Weihnachtsoratorium gehört habe, sag ich Bescheid... ;)
Haben in Deutschland denn die Weihnachtsmärkte denn schon offen??
Vielleicht kauf ich heute auch mal Lebkuchen.
So, jetzt seid ihr auf dem absolut allerneuesten Stand. Ich hoffe euch allen geht es gut und ihr seid gesund und munter?!
Bis bald!

Samstag, 20. November 2010

Sport und Kultur

Und wieder ist eine Uniwoche vorbei!
Ich hatte ein wenig mit Schlafproblemen zu kämpfen, was wohl an der Wohnheimsituation liegt - ich schlafe ein und wache so gegen 1 oder 2 auf. Der Grund: Party aufm Flur. Auch gerne bis morgens 6 Uhr. Das hatte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch leider den Effekt, dass ich nach ca. 3 Stunden Schlaf absolut nicht in der Lage war um 7:30 aufzustehen und zum Englischkurs zu gehen. Also hab ich geschwänzt und mal richtig ausgeschlafen.
Abends gabs dann die letzte Country-Presentation von Kanada, Norwegen und Portugal.
Donnerstag bin ich nach dem Seminar hier zum Frisör gegangen. Das war zwar verhältnismäßig teuer (21 Euro umgerechnet), aber dafür sehr schick. Mir wurde intensiv der Kopf gewaschen, inklusive Kopfmassage, ich habe mich ausführlich mit der Frisörin beraten (die war ursprünglich Ungarin, ist aber in Bayern aufgewachsen und dann wieder zurückgekommen, sodass die Verständigung absolut kein Problem war) und dann hat sie ne Stunde an mir rumgeschnippelt. Das Ergebnis ist ganz lustig, muss mich wie immer erstmal dran gewöhnen. Die Frisörin, bei der ich vorher hier war, hatte mir ja ganz extreme Stufen verpasst, sodass das zum Schluss sehr merkwürdig aussah. Am Hinterkopf die Haare waren extrem kurz, die im Nacken wurden immer länger. Jetzt ist alles mehr angeglichen und ist deswegen mehr Kurz- als Langhaarfrisur.
Aber überzeugt euch selbst:

Gestern habe ich es leider nicht geschafft zur Lesung von Maike Wetzel zu gehen, die hier zur Zeit Stadtschreiberin ist. Aber am Montag werde ich wohl zur Abschlusslesung gehen. Aber ich habe gestern die Karten für das Konzert heute gekauft. Beethoven's 7. Das war vielleicht ein Drama! Erstmal muss man ja rausfinden, an welchen der 4 Stellen man die Tickets kaufen kann. Dann muss man noch rausfinden, wie viel sie kosten und so weiter. Also war ich vor drei Tagen im Ticketbüro der Philharmonie fragen. Da hieß es, für Studenten 600 HUF. Also ich allen möglichen Leuten Bescheid gesagt, wie viel es kostet und gefragt, ob sie nicht mitkommen wollen. Letztlich waren wir dann zu fünft und da 600 HUF nicht viel ist (etwas mehr als 2 Euro) hab ich gesagt, ich kauf die einfach für alle. Also wieder da hin, gesagt, dass ich die Karten jetzt kaufen will. Da hieß es auf einmal 11000 HUF. Ich: aber wieso denn das? Vorgestern hieß es doch noch, 600 HUF p.P. Ja, meinte die Dame dann, für Stehplätze. Ich gesagt, da kann ich die Karten jetzt nicht kaufen, ich weiß ja nicht, ob die anderen dann noch wollen. Dann ist mir noch eingefallen zu fragen, ob es noch andere Kategorien gibt. Und siehe da - natürlich! Aber die gute Frau hat mir direkt mal Karten für die teuerste Kategorie verkaufen wollen, ohne zu fragen! Also hab ich mir alles aufschreiben lassen, was die gute Frau nur mit äußerster Genervtheit fertig gebracht hat und dann bin ich wieder nach Hause, wieder alle Leute informiert. Gestern kommen wir da wieder hin, dieses mal zu dritt, da ich so viel Geld ja dann doch nicht auslegen konnte. Linda, eine deutsche Erasmusstudentin kann Ungarisch, sodass sie das dann in die Hand genommen hat. Und siehe da! Die Tickets haben wieder nur 600 HUF gekostet! Weil die Frau vorher dachte, ich meine ein anderes Konzert. KOMMUNIKATION sag ich da nur.
Also gehen wir heute abend ins Konzert. Ich bin gespannt wie viel von der 9., die ich ja sehr gut kenne, nun auch in der 7. steckt.
Gerade war ich mal wieder im Fitnessstudio. Da gabs leider auch ne Waage. Verdammt. Ich sollte öfter ins Fitnessstudio gehen und weniger Essen. Da die Küche mal wieder nicht funktioniert, wird das nicht so einfach werden, dann fängt man nämlich interessanter weise an, mehr und immer wieder zwischendurch zu essen. Oder man geht in Restaurants essen. Das trägt hier nur leider auch nicht zu einer guten Figur bei.
Naja, ich werde auf jeden Fall berichten, wie das Konzert war!
Bis dahin!!

Freitag, 5. November 2010

Was auf die Ohren!

Gabs gestern!
Hier findet gerade das Balkan World Music Festival statt mit einer Menge Konzerte und Vortragsreihen. Gestern waren wir hier beim Eröffnungskonzert. Zuerst hat Félix Lajkó gespielt, ein Geiger, der klassische Musik mit ungarischer und anderer osteuropäischer und zentraleuropäischer Musik und Jazz mixt. Hört sich verrückt an, wenn mans schreibt, und genauso verrückt hat sichs auch angehört. Mir wars zwar manchmal zu laut und zu hoch aber insgesamt sind wunderschöne Klanglandschaften entstanden. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn ich hab ab und an die Augen geschlossen (ich war nämlich auch ganz schön müde) und da hatte ich wirklich Landschaften vor meinem inneren Auge.
Danach hat noch eine türkische Band gespielt - und die haben die Aula der Medizinfakultät wirklich gerockt. Sowas! Die heißen Mercan Dede Secret Tribe und ich hab mir auch die CD gekauft. Leider gibt die absolut nicht wieder, was wir da gestern gehört haben. Und ich habe das erste Mal in meinem Leben Derwische gesehen!! Wikipedia sagt: Der ekstatische Trancetanz (sema), der im Mevlevi-Orden der Türkei ausgeübt wird, gilt als eine der körperlichen Methoden, in religiöse Ekstase (majdhb, fana) zu verfallen und mit Allah in Kontakt zu kommen (siehe auch dhikr).

Das sah echt toll aus! Wie lange die sich auf der Stelle gedreht haben, in ganz schweren Gewändern, so schnell, und als die Musik aufgehört hab, konnten die sogar noch gerade stehen. Ich hätte wahrscheinlich schon nach 1,5 min geko... naja, ihr wisst schon.

Das ist wirklich was, was mich hier begeistert: auch schon diese Jazzband, die ich mit Katharina gesehen hab, war einfach richtig gut und ganz anders, als alles, was ich bis jetzt gehört habe. Ich werde hier, was die Musikalisch-kulturelle Seite angeht, immer wieder sehr sehr angenehm überrascht!

Noch in einer anderen Beziehung gabs die letzten zwei Tage was auf die Ohren - ich hatte tatsächlich zum ersten Mal inhaltlich relevante Seminare! "New Trends in HR" und "Work Life Balance", beides bei Terry George, einem 65 Jahre alten Engländer, der auch aus der Erwachsenenbildung kommt. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden, mal schauen, wie die nächsten 6 Wochen werden. Es ist auf jeden Fall anstrengend, 4 Stunden nur englisch zu hören und zu sprechen - aber eine hervorragende Übung, vor allem, weil er Muttersprachler ist.
Nächste Woche halte ich auch schon die erste Präsentation.... Thema: was gute Manager richtig machen. In Bezug auf Personalmanagement. Na da kann man ja noch was lernen.
Morgen machen wir eine Führung durch das Zsolnay-Viertel. Das wird hoffentlich auch interessant, nachdem ich schon 2 mal im Zsolnay-Museum war und nicht sehr begeistert.

Ich hoffe, euch gehts gut?
Liebe Grüße

von Christiane, deren Waden inzwischen so fett sind (entweder vom essen oder vom vielen laufen oder von beidem) dass sie nicht mehr in ihre tollen teuren Stiefel passt. :(

Montag, 25. Oktober 2010

Die Basilika


So, endlich habe auch ich es geschafft, hineinzugehen. Und ich muss sagen, das hat sich wirklich gelohnt. Sie ist von der Raumaufteilung irgendwie typisch, aber auch anders. Groß auf jeden Fall. Leider wird
gerade auch viel renoviert, aber die Farben fand ich echt schön. Naja, macht euch einfach mal ein Bild!


















Dienstag, 19. Oktober 2010

Bilder!

Museumshöfe












































Moschee

























neu gebautes Science- und Wissenscenter

Sonntag, 17. Oktober 2010

Alleinalarm...

Sooo, jetzt isse wieder weg, das Schwesterherz. Ich glaube, Katharina kennt Pécs jetzt besser als ich... ;)
Der Tag in Budapest gestern war auch schön, wir sind halb zehn mit dem Zug ab Pécs gefahren und haben uns, in Budapest angekommen erstmal was zu Essen gesucht. Dank einer von Katharinas Freundin hat das auch gut geklappt, denn sie hatte uns einige Tipps gegeben. (Castro Bistro,
Madách ter 3, in der Nähe vom Deák Ferenc tér). Danach haben wir uns getrennt, da Katharina noch in die Markthalle wollte - Salami kaufen. Ich bin zum Museum der schönen Künste am Heldenplatz gefahren, um mir für das Museumsseminar, dass ich besuche, die Ausstellung und das Museum unter museumspädagogischen Gesichtspunkten zu betrachten. Da ich das ja irgendwie meistens mache, ging das ganz gut. Jetzt muss ich darüber noch einen Bericht schreiben - mal schauen, wie das geht.
Dann haben wir uns wieder getroffen, haben noch einen Tee getrunken (Kiadó Kocsma, Jókai Tér 3). Danach hab ich sie noch zum Nyugati Bahnhof begleitet, ab da fährt nämlich ein Vorortzug billig und schnell (ca. 1 Euro, 20 min) bis zum Flughafen. Da direkt neben dem Bahnhof das Westend-Shoppingcenter ist, habe ich noch ein bisschen geshoppt, da mein Zug erst 19:45 ab Keleti gefahren ist. Wenn ihr dort seid: unbedingt bei Tezenis vorbeischauen - Suuuperunterwäsche!
Und dann bin ich gestern halb zwölf wieder in Pécs gewesen, habe endlich mein Buch (Die Geschichte der Liebe) zu Ende gelesen und habe heute morgen mal wieder richtig ausgeschlafen. Jetzt habe ich schon mein Zimmer aufgeräumt, nachher fahre ich noch zum Tesco, der hat ja zum Glück auch Sonntags offen und irgendwie muss ich auch noch anfangen, meine riesige To-Do-Liste abzuhaken.
So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand!
Liebe Grüße an alle!!

Freitag, 15. Oktober 2010

Schwesteralarm!

Vor 3,5 Jahren, im Januar 2007 bin ich von Münster nach Dortmund gefahren, habe mich in einen Easyjet-Flieger gesetzt und war 2 Stunden später bei meiner Schwester in Krakau, die da ihr Erasmussemester (letztlich warens dann zwei) absolviert hat. Am Dienstag hat sich besagtes Schwesterherz Katharina ihrerseits in eine Wizz-Air-Maschine ab Frankfurt Hahn gesetzt und ist nach Budapest geflogen, um mich in Pécs zu besuchen.
Mittwoch nachmittag ist sie dann auch letztlich in Pécs angekommen und wir haben uns zusammen die Stadt angeschaut und haben uns irgendwie in jeder Bäckerei, in der wir vorbeigekommen sind, etwas gekauft. Abends waren wir dann recht voll, haben uns aber trotzdem die Leckerbissen von Finnland, Rumänien und Italien bei der Country-Presentation schmecken lassen. Danach sind wir noch in einer kleinen Runde wie jeden Mittwoch ins Café Paulus, ein Studentencafé, dass praktischerweise auf dem Heimweg liegt um was zu trinken. Da ich am Donnerstag früh ab 8 Uhr Uni hatte und auch Katharina recht kaputt war, sind wir recht schnell ins Bett. Ins Bett gehen bedeutet ja nicht automatisch schlafen. Und natürlich hatte ausgerechnet Teresa, unsere portugiesische Mitbewohnerin am Donnerstag Geburtstag, sodass groß reingefeiert wurde. Bis 2 Uhr hab ich kein Auge zugetan, sodass das Aufstehen um 6:30 am nächsten Morgen etwas schwerfiel. Zum Glück war das Seminar spannend, sodass ich nicht eingeschlafen bin. Mittags haben wir uns dann in der Stadt getroffen, waren in dem neu gebauten Science-Center, haben Gulasch gegessen, waren in der Bauhausausstellung (Interessant, vielfältig und überraschend groß), haben Dobostorte gegessen und sind shoppen gewesen und wieder nach Hause gegangen. Dann haben wir uns noch einen Salat gemacht und sind wieder in die Stadt, ins alte Urania-Kino zu einem Jazz-Konzert. Eigentlich mag ich Jazz ja nicht, aber das war wirklich richtig gut. Vor allem die zweite Gruppe! Aus Frankreich, Name: The Syndicate. Echt verrückt.
Dann - wieder ins Bett, Katharina hat übrigens in einem ganz vernünftigen Gästezimmer hier im Wohnheim geschlafen.
Am nächsten Morgen: gleiches Spiel, wieder Seminar um acht Uhr, wieder Mittags in der Stadt getroffen und was gegessen. Danach nochmal shoppen, in der Stadt rumgelaufen und zurück ins Wohnheim. Heute Nacht schläft Katharina mit in meinem Zimmer, da Hannah über Wochenende nach Hause gefahren ist.
Morgen gehts dann ab nach Budapest, noch ne Ausstellung anschauen, das brauche ich auch für mein Seminar und Katharina zum Flughafen bringen. Abends fahre ich dann aber wieder zurück nach Pécs, denn am Sonntag gehts mit den Erasmus-Leuten auf den TV-Turm.
Das war eine kurze Zwischenmeldung, intensivere Ausführungen folgen vielleicht später.
Bis dann!

Montag, 11. Oktober 2010

Zurück vom Wochenendtrip!

Da bin ich wieder!
Es ist kurz nach 12 und ich sollte müde sein, bin aber auf diese merkwürdige Art und Weise aufgedreht. Also dachte ich mir - ich mach noch was sinnvolles und schreib was in den Blog.
Das Wochenende war superschön, superanstrengend, super...lativmäßig.
Wir haben in einem superschönen Appartement gewohnt, in einer ziemlich guten Gegend in der Nähe vom Liszt Ferenc tér und nicht weit zum Keleti und Nyugati-Bahnhof. Kann ich nur weiterempfehlen, wer die Adresse haben will - einfach bei mir melden. Freitag abend haben wir nach unserer Ankunft nicht mehr viel gemacht, wir sind noch ein bisschen durch die Straßen gezogen und waren was essen. In Erwartung eines anstrengenden Tages sind wir dann ins Bett und am Samstag morgen früh raus. Ab zum Nyugati und in den Zug nach Esztergom. Im Zug - übrigens ein typisch deutscher RE Marke Siemens - haben wir noch Sara und Teresa, unsere Appartementmitbewohnerinnen getroffen. Nach der 1-stündigen Fahrt sind wir dann endlich angekommen. Und erstmal wieder in den nächsten Zug gestiegen... So ein kleines Touristen-Bimmelbähnchen, mit dem wir alle normalerweise nie fahren würden. Aber irgendwie war uns dann doch danach und für umgerechnet 90 cent.




Im Nachhinein
waren wir auch wirklich froh, denn der Weg bis zur Basilika war ganz schön weit! Die Basilika ist eine der schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe. Groß, aber hell und freundlich, nicht erschlagend, schön proportioniert. Einfach toll. Nachdem wir das innere besichtigt und bestaunt haben sind wir auf die Kuppel gestiegen. Ich bin wirklich froh, dass ich das gemacht habe. Aber wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt - ich wäre unten geblieben. Die engste Wendeltreppe meines Lebens. Erst 150 Stufen links rum, dann ein paar Meter gerade aus, dann wieder 150 Stufen links rum.



Auf ca. 70 Meter Höhe waren wir dann zum Schluss und der Blick - Gigantisch. Weniger gigantisch waren die Holzbretter, auf denen man da stand.... Da hab ich mich auf den taiwanesischen Pagoden sicherer gefühlt, muss ich sagen. Aber hey, was tut man nicht alles für ein paar gute Fotos.
Runter waren die Wendeltreppen fast noch schlimmer. Vor allem gab es keine Nischen oder Fenster oder so, wo man sich ausruhen kann. Ne ne ne.
Dann sind wir noch in den Ort und haben uns gestärkt. Die Stadt an sich ist glaube ich recht langweilig und durchschnittlich, sodass wir dann auch nicht böse waren, als wir in den Bus nach Visegrád gestiegen sind. Dort angekommen waren wir etwas ratlos,wie wir zu der Burg auf dem Berg kommen sollen.

Laufen wollten wir ja schon, aber wo lang? Naja, wir haben ein paar Leute gefragt und sind schließlich auf einen Waldweg gekommen, auf dem wir dann auch eine gute Stunde bergauf gelaufen sind. Zwischendurch wollte ich umkehren, ich habe sooo geschwitzt. An sich wars halt kalt, sodass ich die Fleecejacke anhatte und noch die Windjacke drüber. Als ich dann einmal nass war, wollte ich auch nichts mehr ausziehen - Erkältungsgefahr. Aber auch hier haben sich die Mühen gelohnt, um kurz vor 6 sind wir auf der alten Burganlage angekommen. Da konnten wir leider nicht mehr rein, aber den Panoramablick, den konnten wir genießen! Und den Sonnenuntergang auf der anderen Talseite!
Als die Sonne dann weg war, war es sowas von kalt, dass wir froh waren, ein Taxi bestellen zu können, was uns wieder in den Ort bringt. Dort haben wir uns dann noch einen warmen Tee gegönnt, bevor wir mit dem Bus wieder nach Budapest gefahren sind.
Da haben wir eine sehr nette Pizzeria gefunden, uns gestärkt, und sind dann schließlich doch zu Hause geblieben. Eigentlich wollten wir feiern gehen, aber nach diesem Tag mit gefühlten 20 km Fußmarsch waren wir einfach zu nichts mehr fähig...
Dementsprechend haben wirs heute etwas ruhiger angehen lassen, sind nett frühstücken gegangen, in die Innenstadt, dann zum Museum Ludwig (die Fotoausstellung war großartig!!!), wieder in die Stadt, was gegessen und zum Zug. Jaaaa, wenn sich das jetzt viel anhört - war es auch. Aber jeweils einen ganzen Tag in Visegrad und Esztergom - das würde sich glaub ich nicht lohnen. Vielleicht einen Tag für Esztergom und dann Visegrád mit Szentendre (nebenan) kombinieren? Mmmhhh. Auf jeden Fall sollte man gutes Wetter haben, und ne gute Kondition. In diesem Sinne - Gute Nacht!

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Reisepläne

Nach einer ziemlich langweiligen Woche mit Sprachkursen, Hausaufgaben, viel Schlafen (da immer noch erkältet) und schlechtem Wetter habe ich soeben mit Hannah und Lili (den beiden belgischen Studentinnen) unser Hostel gebucht. Das Wochenende erleben wir was!!
Wir fahren morgen nachmittag los nach Budapest. Dann sind wir den Abend in Budapest und verbringen die Nacht in einem Appartement. Mal schauen, wie das ist. Am Samstag vormittag fahren wir dann nach Esztergom (Gran), das ist der Ort, in dem die größte Basilika Ungarns steht, auf einem Felsen an der Donau. Sie ist das religiöse Zentrum des Landes. 1856 wurde sie eingeweiht, und zu diesem Anlass führte Franz Liszt die Graner Festmesse auf. Er hatte sie eigens für diesen Anlass komponiert und sogar der Kaiser Franz Joseph war dabei. Bis zur höchsten Stelle der Kuppel sind es 100 (!!!) Meter. Ich bin also wirklich gespannt und hoffe, das Wetter ist so wie heute, nämlich ausnahmsweise mal schön.
Dann gehts weiter nach Visegrád. Mein Reiseführer sagt: "Aufgrund seiner herrlichen Panoramalage und seiner imposanten mittelalterlichen Burgruine ist Visegrád unbestritten der schönste Ort im Donautal". Es gibt eine Burg, einen Königspalast und einen Turm, und hoffentlich ebenfalls einen herrlichen Ausblick.
Abends wollen wir dann wieder nach Budapest, dort übernachten und den Sonntag noch ein wenig in Budapest verbringen. Ich wollte mal ein bisschen shoppen, das kann man in Pécs nämlich nicht so gut, vielleicht noch in ein Museum, das Museum Ludwig scheint hier ganz interessant zu sein, oder wenn das Wetter schön ist, in ein Bad.
Es wird sich auf jeden Fall eine Beschäftigung finden, da bin ich mir ziemlich sicher.
Also bitte nicht wundern, wenn ich das Wochenende nichts von mir hören lasse, ich bin auf Achse...
Freu mich, wieder von euch zu hören!!

Freitag, 1. Oktober 2010

Resümee der Woche

Einen ganzen Monat bin ich jetzt schon hier. Ein Monat vollgestopft mit neuen Kontakten, neuen Eindrücken, viel Organisationskram, Fotografieren, Essen gehen, Alltagsdingen, neuen Dingen. Verrückt.
Die letzte Woche war recht ereignislos. Montag abend gabs auf dem Hauptplatz eine ganz tolle Veranstaltung - die Fakultät für Tanz hat ihre große Jahresgala gehabt, mit allen Tanzsstilen, die unterrichtet werden. Von HipHop und Breakdance über Showdance bis hin zu Samba, Rumba und den klassischen Standardtänzen. Und: der Weltrekordversuch im Massenbauchtanz, der geglückt ist, auch dank meiner Hilfe! ;) Man musste sich vorher mit seiner Unterschrift registrieren und dann natürlich mittanzen. Die Choreografie wurde eine Weile geübt, und dann gings los. (Link zu einem Artikel)
Der Rest der Woche verging mit viel Organisatorischem, Englischkursen, Ungarischkursen, Essen, in der Stadt rumlaufen usw.
Ich habe nun auch endlich meinen finalen Stundenplan und habe ab November tatsächlich jeden Tag Uni. Uff. Oft nur eine Veranstaltung, aber gut, was will man machen. Das Learning Agreement ist auch fertig, das muss nur noch unterschrieben werden. Ach ja, und ich habe mich für einen Tanzkurs angemeldet - Irischer Steptanz! Damit bin ich hier glaub ich Außenseiter, aber ich wollte das schon immer mal ausprobieren, und dafür braucht man keinen Partner (wie z.B. beim Standardtanz, was ich sonst auch gern gemacht hätte).
Das Wetter wird leider zunehmend herbstlich und kalt. Mal schauen, wie lange wir hier mit 2 Außenwänden noch ohne Heizung zurechtkommen.
Ich hoffe, euch geht es allen gut, meldet euch doch mal wieder per Kommentar, Skype, Mail oder was auch immer.

Hello! (Sagt man hier nämlich gern für Tschüss. Naja, die Ungarn halt)

Freitag, 24. September 2010

Kultur pur!

Sooo, gestern abend waren wir wieder im Theater, im Ballett, und es war wirklich ereignisreich!
Wir haben kaum noch Karten bekommen, dementsprechend waren unsere Plätze wirklich schlecht (3. Rang, ganz links vorn), sodass wir uns kurzerhand haf die Treppe gesetzt bzw. ganz oben hinten in der Mitte hingestellt haben.
Es wurde gespielt, besser gesagt getanzt:
1. Beethovens 9., choreografisch interpretiert von der Szeged Contemporary Dance Company
2. Pécser Ballett: Ein Stück von Bach, den genauen Titel krieg ich leider nicht raus
3. Das Ballett aus Györ, das zur Musik der Rolling Stones getanzt hat.

Alles in allem also ein recht abwechslungsreiches Programm. Tänzerisch waren alle 3 Companien glaub ich ziemlich gut. Die Interpretation von Beethoven hat mir interessanterweise am besten gefallen. Ich hatte den Eindruck, das der Choreograph ziemlich genau die gleiche Auffassung dieser Musik hatte.
Mit dem Bach konnte ich nicht so viel anfangen. Also, mit der Musik schon, mit dem Tanz weniger. Ich weiß einfach nicht, was die mir sagen wollten. Aber gut...
Und diese Rolling-Stones Sache fand ich auch super. Das war ein gelungener Mix aus klassischem Ballett und Show/Musicaldance, mit viel Witz und Tempo.

Und damit ihr mal einen Eindruck vom Theater bekommt folgen noch ein paar Bilder: